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Saarländische Produkte  

 

und wie dafür geworben wurde   

 


 

In diesem Kapitel berichten wir von saarländischen Produkte wie Valan, Lasso, Becker-Bier, Cio, Landsieg usw. Es ist noch "im Aufbau" und wird demnächst erweitert.

 

> zu unseren ausführlichen Berichten über die Firmen ASKO, EDEKA, Gottlieb und OKKO-Getränke (Coca-Cola)

 


 

 Bisheriger Inhalt dieser Seite:

A) Getränke

D) Bonbons (Gutzjer), Harzschmier, Eis

G) Weitere Produkte

J) Bier der Saar

 

 

B) Margarine

E) Wasch- und Putzmittel   

H) Bekannte klòòre Werbesprüch

K) Saarländische Grafiker

C) Gebäck

F) Produkte rund ums Auto

 I) Erinnern Sie sich an diese Marken?

 

 

 


 

 

A) Getränke 

 

1) Erfrischungsgetränke

 

 

Wer etwas auf sich hielt, trank Perrier, die einfacheren Leute kauften Rilchinger, und die Maladen bekamen Vichy, Vittel oder Evian. Diese Wässer waren alle in Glasflaschen abgefüllt.

 

Etwas ganz Besonderes, weil teuer, war Orangina: «Boisson gazifiée à la pulpe d´orange; sans colorant» (kohlensäurehaltiges Getränk mit dem Fruchtfleisch der  Apfelsine; ohne Farbstoff). Wer wusste damals schon, dass Orangina ursprünglich   aus Algerien kam! Es wurde aber später auch in Frankreich hergestellt und  abgefüllt. Typisch war die bauchige Flasche mit runzliger Oberfläche, die an eine Orange erinnern sollte.

 

 

Für die Kinder und andere Nicht-Alkoholtrinker gab es Jora aus der Mariannenquelle in Blieskastel oder ASS und CIO von Nebgen in Kirkel (ab 1954 auch in Saarbrücken), und außerdem Sano: Das war eine gelbe Orangenlimonade, hergestellt von der Sanofabrik Richard Schneider in Tholey. Sie wurde dort in kleine Flaschen mit 0,2 oder 0,25 l Inhalt abgefüllt. (Infos zu Sano von Helmut Barth, Dudweiler

und Claudia E. Schmitt, Eisweiler)   

Diese "Jora"-Reklame (Bild links) ist noch heute (2015) an einem Wohnhaus in Wellesweiler zu sehen (in der Unteren Bliesstraße an der Einmündung der Bürgermeister-Regitz-Straße). Allerdings stand dem Zeichner des Wandbildes wohl ein anderes Modell zur Verfügung als demjenigen der Zeichnung darüber, oder pflegte er vielleicht ein etwas eigenwilliges Schönheitsideal...?

 

Herva, Bluna und V3 im Saarland  

 

Die Brauerei Becker, St. Ingbert, hatte von 1954 bis 1957 die Exklusivrechte an der Herstellung, Verkorkung und Vermarktung der Bluna-Limonade, die es damals nur in der Geschmacks- richtung Orange gab. Dafür verpflichtete sich die Brauerei dazu, ihre eigene Limonadenmarke Herva etwas im Hintergrund laufen zu lassen. Herva war ohnehin nicht so erfolgreich, kam geschmacklich nicht an Bluna heran und hatte zudem, aufgrund des Zuckermangels in den 40er-Jahren, Süßstoffe als Süßungsmittel.

 

Nachdem die Becker-Brauerei 1959 die Donner-Brauerei Saarlouis übernommen hatte, begann man mit der Produktion der V 3,  >>

einer Vorzugslimonade aus drei Früchten ohne Farbzusätze und ohne künstliche Süßstoffe. Damit war die Produktion von Bluna im Saarland wieder beendet - es war nur ein kurzes Gastspiel.

 

 

Auch Sinalco aus der Bundesrepublik war bei uns damals schon sehr beliebt.

 

2) Biere - vorläufig nur einfache Aufzählung; mehr darüber folgt demnächst; siehe auch ganz unten auf dieser Seite: Becker-Brauerei!

 

Becker-Bier (St. Ingbert), Schlossbräu (Neunkirchen), Donner-Bräu (Saarlouis), Gross-Bier (Riegelsberg), Grosswald(Eiweiler),

 

Karlsberg (Brauerei Homburg), Biere der Brauerei G.A. Bruch (Saarbrücken), Neufang-Jaenisch-Brauerei (Saarbrücken), Ottweiler

 

Brauerei, Paqué (St. Wendel), Saarfürst (Merzig), Schäfer (Dirmingen)

 

 

3) Weine

 

Typisch waren in den Kneipen die Elsässer Rebsortenweine. Keine saarländischen Produkte, aber original saarländische Flaschenabfüllung in Literflaschen (wie Bier).

 

Daraus wurde meist Riesling und Pinot ausgeschänkt. Und dann gab es noch, gewissermaßen als Resteverwertung, den unvergleichlichen Edelzwicker. Nur an Omas Geburtstag leistete man sich pappsüßen Moselwein. Die Originalabfüllung glaubte man an den 0,75 Liter Flaschen zu erkennen.

 

Rotweine kamen (wie auf unserer Seite EDEKA beschrieben) aus Algerien. An hohen Feiertagen gab es Bordeaux und Côtes du Rhône.

 

 

 

B) Margarine

                                                                          

 

Margarine füllten die Hersteller an der Saar zum Verkauf in Pressstoff-wannen ab (siehe Foto); deshalb nannten die Saarländer sie auch Biddchesbudder. Die "Biddcher" für Margarine waren richtig groß! Sie hatten folgende Abmessungen: Länge 33 cm, Breite 28 cm, Höhe 13 cm. Zur Entnahme der Margarine aus den Wannen zum Verkauf in den Geschäften verwendete man praktische hölzerne Abstecher (siehe 2. Bild rechts).

 

Foto rechts oben und Infos zum Biddche von Bernadette Reger, jetzt Flensburg

 

Man konnte Margarine aber auch in Würfel abgepackt kaufen; der Preis war dann allerdings höher. Eingefleischte Anhänger der losen Ware behaupteten, diese habe einen anderen Geschmack.

 

In der Bundesrepublik war übrigens schon damals gemäß der deutschen Margarineverordnung die Abgabe von Margarine in Würfeln vorgeschrieben.

 

 

1) Landsieg   

 

Gebr. Fauser, Sulzbach und St. Ingbert:

 

a) Fauser Vertriebsgesellschaft G.m.b.H., Großhandel in Speiseölen und Speisefetten aller Art. Am Güterbahnhof Sulzbach, Ladestraße 1

 

b) Margarinewerk Saar Gebr. Fauser G.m.b.H.,

Auf der Teufelsinsel 1-3, St. Ingbert

 

Ein bekannter Werbespruch war: "Landsieg - mir wisse, was gudd is!"

 

Im Radio haben ihn (u.a.) Gerdi und Fritz Weissenbach häufig in ihrer 11-Uhr-Sendung "Allerhand für Stadt und Land" propagiert.

 

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Die Fauser-Werke wurden 1974 geschlossen.

 

   

 

2) Astra - Margarine

 

 

war im Saarland ebenfalls sehr beliebt. Es war aber kein saarländisches, sondern ein französisches Produkt und wurde hergestellt von der Astra Société Paris.

 

 

 

Das Auslieferungs-Lager befand sich in Saarbrücken, Hagenauer Str. 1.

 

 

 

Die Bilder zeigen Astra-Werbungen aus saarländischen Zeitungen in den 50er-Jahren

 

 

C) Gebäck 

 

 

1) Salzgebäck:

 

STIXI von Arthur Baustert, Püttlingen

 

Der Bäckermeister und Wirt Peter Baustert gründete etwa 1920 in der Marktstraße in Püttlingen eine Bretzel- und Teigwarenfabrik. Sein Sohn Arthur produzierte später ebenfalls in Püttlingen in einer Fabrik namens "Freiburger Bretzelfabrik Arthur Baustert" die so genannten "Bausterts Bretzeln". Sie waren die Vorläufer der noch heute unter dem Markennamen STIXI bekannten hellbraunen Salzstangen.

 

1979 wurde die Firma in "Arthur Baustert GmbH" umbenannt und ihre Produktionsstelle von Püttlingen nach Ensdorf verlagert. 1987 wandelte man das Unternehmen als "Stixi AG" in eine Aktiengesellschaft um; ihre Aktien wurden an der Deutschen Börse gehandelt.

 

(Foto rechts: Historisches Museum Saarbrücken; Bild unten: SR-Fernsehen)    

 

STIXIs sind hellbraun und 15 cm lang; ihr Durchmesser beträgt 4 mm. Die Oberfläche ist mit grobem Steinsalz bestreut.

 

Anfangs verkaufte man die STIXIs nur in einer durchsichtigen Cellophan-Verpackung, später auch in Blechdosen (siehe Bild oben). In ihnen bot man zwei verschiedene Sorten an, und zwar ohne bzw. mit Käse ("au fromage"). Gemäß der Aufschrift auf den Dosen waren die STIXIs "knusprig und delikat" - auf Französisch: "croquant, croustillant, délicat" und in Englisch "crispy, crusty, tasty". Unterhalb des Deckels liest man die Aufforderung "Bitte stets verschlossen halten".

 

Salzstangen nennen die Saarländer auch heute noch STIXIs, wenn sie auch inzwischen von anderen Firmen hergestellt werden. Wer einmal anfängt, sie zu knabbern, kann nur schwer wieder damit aufhören...

 

Im Jahr 1996 wurden die Produktionsanlagen im Saarland geschlossen und das Rezept zusammen mit dem Namen "STIXI" an die norddeutsche Firma Adolf Vogeley verkauft.

 

 

2) Süßgebäck:

 

Neben den STIXIs gehörte auch süßes Gebäck zu den nicht alltäglichen Genüssen. Während manche Bäcker und Konditoren nur vor Weihnachten „Plätzjer“ eigener Herstellung im Angebot hatten, gab es Fertiggebäck aus der Fabrik das ganze Jahr über im Lebensmittel- und Feinkostladen. Bekannte Marken waren GONDOLO und l’Alsacienne. Beide Firmen hatten ihren Sitz in Frankreichs „Keksstadt“ Maisons-Alfort (südöstlich von Paris) und stellten ihre „Biscuits“ in vielen Varianten her. Diese waren empfindlich gegen Feuchtigkeit. Sie wurden deshalb in großen, meist rechteckigen Blechdosen an die Einzelhändler geliefert. Dort konnte man sie lose nach Gewicht kaufen. (Text: Karl Presser)

 

Anmerkung von R. Freyer: Bei uns zu Hause gab es zur damaligen Zeit kein gekauftes Gebäck. Nur in der Weihnachtszeit beglückte uns unsere Mutter mit Plätzchen - die hatte natürlich das Christkind gebacken! Manchmal durften wir Kinder miterleben, wie Mutti ihm dabei half.

 

 

 

D) Bonbons (Gutzjer), Harzschmier und andere Brotaufstriche, Puddingpulver und Speiseeis

 

 

1) Becco-Bonbons (bzw. -Gutzjer) kamen aus Eckbolsheim im Elsass. Die Firma bestand noch bis 1997

    (siehe unter diesem Link über die Schließung der Firma!)

 

 

2) Berschmannsgutzjer:  Anisbonbons, sie sahen in Form und Farbe einem Kohlenbrikett ähnlich und trugen, erhaben auf der Oberseite,     das Symbol der Bergleute: Schlägel und Eisen.

 

 

3) Fauser Negerlein:  Brotaufstrich mit Schokolade von der Herstellerfirma der Landsieg-Margarine (siehe oben unter B1)

    (Heute hätte man diesem leckeren Produkt sicher einen anderen Namen geben müssen..!)

 

4) Lolly - Werke

 

Die Lolly-Werke Erich Kolb in Fenne stellten her:

 

 

a) Fenner Harz

  

auch "Harzschmier" genannt. Er wird aus Zückerrübenstücken gepresst und schmeckt herrlich süß, z.B. als Brotbelag. Es gibt ihn heute noch - im Saarland sogar noch unter dem Namen "Fenner Harz", im übrigen Deutschland aber meist als "Grafschafter Goldsaft" (siehe übernächsten Absatz!).

 

Zur Geschichte des Fenner Harz:

Schon zum Ende des 19. Jahrhunderts stellte eine Marmelade- und Sauerkrautfabrik auf dem Fenner Hof den ersten Fenner Harz her. Etwa 1905 übernahmen Erich und Waldemar Kolb die Fabrik und produzierten dort Süßwaren und Genußmittel aller Art, unter anderem Lolly Gutzjer (siehe unten im Abschnitt b) und Fenner Harz. Zum Ende der 50er-Jahre beschäftigten sie fast 300 Menschen und produzierten täglich rund 100 Zentner Süßwaren und Genußmittel.

 

1970 übernahm die Storck-Gruppe die "Lolly Werke Erich Kolb KG". 1972 legte sie das Werk in Fenne still und verlagerte die Produktion nach Westfalen. Seitdem wird dort der Fenner Harz in der "Grafschafter Krautfabrik Josef Schmitz KG" in Meckenheim hergestellt.

 

 

b) Lolly-Gutzjer:

 

Diese waren neben dem Fenner Harz das bekannteste Produkt der Firma. Die Karamell-Bonbons wurden in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen hergestellt (z.B. "Schokolade") und lose in großen Tüten an die Läden geliefert, wo man sie stückweise verkaufte. Aufgrund ungewollter Nebenwirkungen (sie klebten so schön an den Zähnen!) wurden sie im Volksmund gerne "Plombezieher" genannt.

 

Die Lolly-Werke fertigten auch Spezialsorten von Bonbons, z.B. Hustenbonbons (siehe die beiden Bilder).

 

(Freistempler oben: Uwe Grewelding; Fotos rechts: Torsten Gatzke)

 

 

 

 

c) "Ulli"-Puddingpulver  (Info von Karl Presser)    

 

war ein weiteres Produkt der Lolly-Werke. Ulli-Pudding musste mit kochender Milch zubereitet werden. Das Puddingpulver enthielt als wesentliche Bestandteile Stärkemehl sowie Geschmacks- und Lebensmittelfarbstoffe. Neben den klassischen Geschmacksrichtungen Vanille und Schokolade gab es weitere wie etwa Himbeere. Für den Pudding wurde ein Beutel Pulver mit einem halben Liter Milch aufgekocht. Nachdem die Masse erstarrt war, ließ man sie abkühlen.

 

 

5) Speiseeis

Das gute MIKO-Eis kam aus Frankreich; es war damals dort Marktführer und wurde auch im Saarland gerne geschleckt.     

 

Die Saarländer liebten aber auch ihr POLAR Eis am Stiel von Mischo aus Saarbrücken - siehe Werbeanzeige  (danke an Karl Presser!).

 

  

 

 

E) Wasch- und Putzmittel  

 

 

1) Schuhcrèmes und Bohnerwachse:

 

    a) Schuhcrèmes: Erdal, Waxa, Ena-Blitz und Kwak wurden hergestellt von der Erdal-Fabrik Mühlen und Co. GmbH, Völklingen,

        Hofstattstr. 178.

 

    b) Bohnerwachs fest und flüssig: Firma Joh. Henkes, Dudweiler

 

    c) Grolin Schuhcrème und Grolin Bohnerwachs in Tuben

 

 

wurden hergestellt von der Fa. Nikolaus Groß in Lebach, Saarbrücker Straße 7. Sie vertrieb diese Produkte zunächst unter dem Namen Nigro; nach einem Protest der Fa. Nigrin in Göppingen wegen der Namensähnlichkeit wählte man den neuen Namen Grolin.

 

Die Firma Groß stellte auch Streuwachs für Tanzböden her. Es bestand aus Sägemehl, das mit Bohnerwachs versetzt war. Karl Presser erinnert sich daran, dass die tanzwütigen Jugendlichen im Saarland es damals als "Sambaflocken" bezeichneten (in einigen Gegenden Deutschlands sagte man auch "Walzerflocken" dazu).

 

Das Foto zeigt die Renault Fourgonnette 300 kg der Firma Nikolaus Groß, Lebach, mit der Aufschrift "Grolin". (Foto: Egon Gross, Lebach)

 

2) Seifen und Waschmittel:

 

 

a) Seifenfabrik Kirchner, Saarbrücken

 

Der Seifenhersteller C. Kirchner (Saarbrücken, Dudweilerstraße) erwarb bereits in den 30er-Jahren die Seifen- und Glycerinfabrik C. Hartung in der Mainzer Straße 274. Kirchner betrieb außerdem bekannte Parfümerien in der Bahnhofstraße und am St. Johanner Markt.

 

 

 

b) Tip-Werke Hartung, Saarbrücken

 

Ab 1950 stellte Dr. Peter Kirchner in den TIP-Werken Hartung neben anderen Produkten auch die Waschmittel Hexim und Hartex her sowie VALAN, "die Waschmaschine in der Tüte".

 

Junge Frauen an der Verpackungsmaschine >     

(Fotos: Historisches Museum Saarbrücken)       

 

 

 

 

c) Die Firma Gebr. Wagner

 

 

produzierte in Merzig ein Waschmittel unter dem Namen Cora.

 

 

Gebr. Wagner stellten auch Seife her und brachten sie

unter dem Namen STERNLICHT in den Handel:

 

d) Lesieur

 

Lesieur stellte nicht nur das bekannte Speiseöl her, sondern auch Seife. Diese war fürs Wäschewaschen gedacht, und man konnte sie auch zur Körper- und Händepflege verwenden. Und sie war "sparsam im Verbrauch" (siehe im Packungstext unten) - was damals natürlich noch äußerst wichtig war!

Im Saarland wurde sie mit deutscher Aufschrift verkauft und in Frankreich unter dem Namen PERSAVON (linge et toilette) vertrieben.   Fotos: Günter Hesler, Wiebelskirchen  

 

   

 

 

 

 

Dieser Bildausschnitt

gewährt uns einen Blick ins Waschmittelregal des GOTTLIEB-SB-Ladens in der Saarbrücker Viktoriastraße.

 

 

 

Das Foto wurde gegen Ende der 50er-Jahre aufgenommen. Wir sehen außer einigen saarländischen Marken wie Hartex (aus den TIP-Werken C. Hartung in Saarbrücken) in der Hauptsache schon Produkte deutscher Hersteller: Lux, Rei, Fewa oder Persil. Es gab damals auch SUNIL zu kaufen (von Unilever - es ist auf diesem Foto aber nicht zu sehen).

 

 

 

(Das ganze Bild und alles über die Gottlieb-Lebensmittel-Filialbetriebe finden Sie auf unserer Seite L. Gottlieb.)

 

 

 

 

Ab 1957 konnte man

im Saarland auch wieder

bundesdeutsche Produkte kaufen:

 

 

 

  

 

3) Metallputzmittel

 

 

 

....kommen in Kürze!                                                       

 

F) Produkte rund ums Auto

 

 

 

 

 

Wir beginnen diese Reihe mit dem Autopoliermittel Rexine von Erdal,

dem Frostschutzmittel Glysantin,

dem Europa-Motorenöl

und einer Wellblech-Garage von Jurisch, Saarbrücken.

 

 

 

 

Demnächst stellen wir hier weitere Produkte fürs Auto vor.

 

 

 

(Rechts: zwei Anzeigen aus der Sammlung von Torsten Gatzke, Völklingen)

 

 

 

Die Französisch-Saarländische     

 

Petroleum G.m.b.H.  (F.S.P.)

 

war in Saarbrücken angesiedelt (An der Römerbrücke 12) und vertrieb Motorenöl unter dem Namen "Europa". Diese Einbereichsöle waren typischerweise geeignet für den Sommerbetrieb von Kraftfahrzeugmotoren der damaligen Zeit.

 

Sie wurden in vier "Zähigkeitsabstufungen" von 'leicht' über 'mittel' und'schwer' bis 'sehr schwer' angeboten (siehe Bild links). Diese "Viskositätsklassen" waren bereits 1911 von der amerikanischen "Society of Automotive Engineers" (SAE) festgelegt worden.

 

Anm.: Mit der Bezeichnung 'Zähigkeitsabstufungen' (die man heute nur wohl noch im Stahlbereich verwendet) wollte die F.S.P. möglicherweise den damals bei uns noch nicht so geläufigen Fachbegriff 'Viskositätsklasse' und die aus dem Amerikanischen stammende Abkürzung 'SAE' vermeiden.  

 

(Techn. Infos: Karl Presser; Fotos: Armin Leinenbach; danke auch an Mike Prinz)

       

 

 

                             Wellblech-Garage "Jurisch":

 

 

 

G) Weitere Produkte

 

Es folgt eine (unvollständige) Aufstellung weiterer typischer Produkte von damals, über die wir in Kürze hier berichten werden:

 

Essig:  Melfor

 

Fliesen, Sanitärkeramik, Geschirr und Kristallwaren: Villeroy & Boch in Mettlach und Wadgassen

 

Öfen und Herde: GOMA in Mariahütte und Bartz-Werke in Dillingen

 

Radio- und TV-Geräte:

In unserem Kapitel "Radio und TV" finden Sie auf der Seite "Radio- und Fernsehgeräte" alle bekannten Radio- und TV-Geräte, die zwischen 1946 und 1959 im Saarland hergestellt wurden.

 

Senf:   Amora-Senf

 

Speisewürze:  Maggi

 

Tabakerzeugnisse:  

 

Die Tabakfabriken Eilebrecht, Fuchs, Jyldis u.a. produzierten Zigaretten der MarkenLasso, Pilot, Türkis, Puck, Halbe Fünf, Sultan, Roth-Füchsel usw.

 

(> siehe dazu unsere Seiten  Das saarländische Tabak- u. Zündwarenmonopol sowie Tabak- und Zigarettenfabriken u. ihre Marken

 

 

 

H)  Bekannte klòòre Werbesprüch

Zum Bekleidungshaus Walter:   

 

- Auf dem Sterbebette sprach ein Alter:

                 "Mein Totenhemd sei nur von Walter!"

 

- Selbst der Bergmann vorn am Stoß trägt von Walter eine Hos'

(Erinnert von Torsten Gatzke, Ludweiler)              

 

- Selbst der Papst im Vatikan hat ein Hemd von Walter an!

(Erinnert von Jürgen Wirtz)              

 

Wer kennt noch mehr klòòre Werbesprüche von sellemols?

Karl Presser gibt eine kleine Auswahl:

 

In Dillingen betrieben die Gebr. Kockler eine Teigwarenfabrik, die sie TEIKO nannten; sie texteten:

- Willst Du Nudeln gut und fein, müssen sie von TEIKO sein.

Wahrscheinlich einer der bekanntesten Sprüche war:

AliBeBi  (Am liebschde Becker Bier). Ihn pflegten auch die Weissenbachs in ihrer Morgensendung regelmäßig einzustreuen.

Weitere Werbesprüche:

Bist du in Völklingen, dann denk...  an das Kaufhaus Ostrolenk!  

Jemand hat uns den folgenden etwas "anrüchigen" Spruch geschickt, an den er sich aus der Saarstaatzeit erinnert:

"Hast du Landsieg auf der Stulle, kannst du knüppeln wie ein Bulle!"

 

 

I) Erinnern Sie sich an diese Marken???

 

 

 

Die zehn hier gezeigten Streichholzschachteln tragen Nachdruck-Etiketten und stammen aus einem Päckchen des Historischen Museums im Saarbrücker Schloss, das man dort heute noch (2015) am Eingang kaufen kann.

 

 

Fast sämtliche von der Saarländischen Zündholzfabrik herausgegebenen Etiketten aus der Zeit des autonomen Saarlandes sehen Sie in der umfassenden Sammlung von Wolfgang Brauer, die wir auf unserer Seite  Die Saarländische Zündholzfabrik darstellen. W. Brauer ist Phillumenist, d. h. Sammler von Streichholzetiketten.

 

 

J) Bier der Saar    (Brauereifahrzeuge sehen Sie auf unserer Seite Nutzfahrzeuge unter 2) Brauereien   

 

a) Bierbrauerei Becker St. Ingbert

 

 

 

 

 

Bevor wir demnächst ausführlich und im Detail über die verschiedenen beliebten an der Saar gebrauten Biere berichten, hier eine kleine Vorschau auf den geplanten Bericht über Becker-Bier.

 

Hier eine Geschichte über eine originelle Werbe-Idee der Becker-Brauerei, die uns Karl-Heinz Braun aus Merzig erzählte:

 

Ich will Ihnen berichten, was ich als Kind selbst erlebt habe. Auf der Saarmesse 1950 zeigte die Brauerei Becker zum ersten Male einen großen Reklameballon in Form eines Becker-Bier-Kruges. Anschließend erfreute er im Sommer lange Zeit auf der Wiese zur Auffahrt der Brauerei die St. Ingberter Bevölkerung - siehe Bild unten! - bis er eines Tages bei windigem Wetter an die Stromleitung eines gegenüberliegenden Hauses geriet. Das Halteseil schmolz durch und der Ballon verschwand am Himmel.

 

Ich konnte das gut beobachten, da wir damals in dem Haus an der Kurve der Auffahrt zur Brauerei wohnten. Als er nach Aussetzung einer Belohnung gefunden wurde, hatte er viel von seiner Pracht eingebüßt. Er wurde nicht mehr lange gezeigt, denn man hatte einige hässliche Ausbesserungen an seiner Hülle anbringen müssen.

 

Das Bild ist eine Fotomontage von K.H. Braun aus einer Postkarte mit der Brauerei-Becker und dem Teil einer Zeichnung aus "Der Tintenfisch - Das humoristische Blatt des Saarlandes" Ausgabe vom 3. Mai 1950 (siehe nächstes Bild; es zeigt denselben Ballon über der Saarmesse schweben):

 

Wolfgang Linnenberger kann sich noch an eine Folienschallplatte erinnern, die im Centralkino in St. Wendel als Werbung für Saarbier abgespielt wurde. Sie hatte 78 Upm und flog später jahrelang in seiner Familie zu Hause herum. Der Gesangstext war ungefähr so:

Es ist bekannt und es ist klar
wer klug ist trinkt jetzt Bier der Saar
zu tragen in bequemer Tasche
nimm mit nach Haus die große Flasche!

 

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Ein Lied über Becker-Bier können Sie sich hier anhören:

 

Becker-Bier von H.J.Hering  

 

(nach dem Klicken bitte evtl. einige Sekunden gedulden!)

 

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Wir könnten uns vorstellen, dass einige unserer Leser ebenfalls lustige Erlebnisse mit saarländischen Produkten aus der in Saar-Nostalgie beschriebenen Zeit zu berichten haben.

Bitte erzählen Sie uns und damit unseren Lesern, was Sie oder Ihre Freunde oder Familienmitglieder erlebt haben mit Landsieg, Lasso, Schlossbräu, Hexim, Valan, Astra-Margarine oder welchen Produkten auch immer!

Bitte schreiben Sie uns:  >Kontakt.

 

 

 

Mehr über Becker und die anderen Brauereien folgt demnächst!

 

Wenn Sie sich über Brauereien vorab informieren möchten, besuchen Sie das Saarländische Brauerei-Museum "Schalander" in Mangelhausen!

 


 

 

K)  Verschiedene bekannte saarländische Grafiker befassten sich auch mit Werbung:

 

Dieses Kapitel über die saarländischen Grafiker befindet sich in Vorbereitung:

 

Roland Stigulinszky, Ludwig "Louis" Ring, Fritz Ludwig Schmidt, Bruno Koppelkamm, Horst Rehm, Bob Strauch...  

 

Über Louis Ring gibt es auf Saar-Nostalgie bereits eine Seite mit seinen Aktivitäten (u.a. für die Saarmesse); von Fritz Ludwig Schmidt können Sie zahlreiche Bergwerks-Bilder auf der Seite über die Saargruben sehen. Auf verschiedenen Seiten der Saar-Nostalgie finden Sie auch Karikaturen aus dem Tintenfisch, der von saarländischen Grafikern gestaltet und herausgegeben wurde.

 


Diese Seite wurde begonnen am 3. August 2008 und zuletzt bearbeitet am 4.12.2017   

                

 

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